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Für alle die ein kleines Wunder brauchen…Die weisse Feder

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…für mich eine wahre Geschichte, für jene die sie erreichen soll auch! Es könnte viel Leid durch jene Erkenntnis erspart bleiben..manchmal kann ein Wort die Rettung sein…und auch für dich, der das hier gerade liest…..

Die weisse Feder

Eine verzweifelte Frau kniet sich in ihrem Wohnzimmer auf den Teppich und faltet ihre zitternden Hände. „Gott“, betet sie: „Ich weiss nicht mehr weiter. Wie soll ich meine drei Kinder weiter versorgen? Das bisschen Geld, was ich zur Verfügung habe, reicht einfach nicht aus für Alle. Wir haben schon Tage nicht mehr richtig gegessen. Kannst du mir nicht helfen? Ich brauche eine Arbeit, aber so sehr ich mich bemühe – ich finde keine. Lasse ein Wunder geschehen“.

Dann betet sie das Vater Unser.

Zur gleichen sitzt ein verzweifelter Mann auf seinem Sofa. Er hat seine zitternden Hände vor sein Gesicht gelegt. „Gott“, betet er: „Ich weiss nicht mehr weiter. Meine Schulden lasten von Tag zu Tag schwerer auf meinen Schultern. Sie erdrücken mich. Meine Familie leidet unter diesem Druck und bevor ich sie verliere, werde ich meinem Leben selbst ein Ende setzen. Ich habe auf ein Wunder gehofft, doch leider vergeblich“.

Dann betet er das Vater Unser.

Ein sehr wohlhabender Mann sitzt in seinem Auto. Er ist auf Geschäftsreise. Mit zittrigen Händen hält er das Lenkrad fest umklammert. In derselben Zeit, wo der Mann und die Frau beten, beginnt auch er zu sprechen. „Gott“, betet er: „Ich habe meine Ziele im Leben erreicht. Besitze Häuser und habe viel Geld. Eine Familie, der es an Nichts fehlt. Warum betrügt meine Frau mich dann mit einem andern Mann? Jetzt kann ihr nur noch ein Wunder helfen“.

Dann betet er das Vater Unser.

In derselben Minute stirbt eine alte Frau. Der Ehemann nimmt ihre runzligen Hände in die seinen. „Gott“, betet er: „Öffne deine Tore und lasse sie eintreten. Sie war eine Kämpferin im Leben. Mit ihr habe ich soviel erreicht. Durch jedes Tal ist sie mit mir gegangen. Ich danke dir, dass sie die Früchte unserer Ernte so lange mit mir geniessen durfte“.

Dann betet er das Vater Unser.

In der kommenden Nacht träumen die Frau und die beiden Männer den gleichen Traum. Sie verlassen ihre schafenden Körper und schweben auf einen Engel zu. Der Engel umfängt sie mit seinen Flügeln und wärmt ihre gequälten Seelen. Dann öffnet er seine Flügel weit und beginnt zu sprechen:

„Wir haben eure Gebete gehört. Sagt mir, wie sehen Wunder für euch aus? Wenn wir eure Wünsche erfüllen, ist es dann ein Wunder was geschehen ist? Oder wollt ihr nur ein leichtes Leben?

Er wendet sich der Frau zu: „Du jammerst, dass ihr nicht genug zu essen habt. Dein Geld reicht nicht und Arbeit bekommst du auch keine. Jetzt betest du um ein Wunder“.

Die Frau nickt traurig mit dem Kopf. „So ist es ja auch“, weint sie.

„Und deine Kinder?“, fragt der Engel leise, „was wünschen sie sich?“

Die Frau weiss es nicht. Sie hatte ihre Kinder noch nie gefragt, was sie sich wünschen. Ob sie glücklich waren oder ob sie etwas vermissten.

Der Engel streichelt über ihre Wange. „Sie sind glücklich, weil du bei ihnen bist“, tröstet er sie. „Aber auch ängstlich, weil sie deine ewige Sorge spüren. Und das jeden Tag. Merkst du nicht, dass es in deinen Händen liegt, dein Schicksal zu drehen? Glaube an dich und deine Wünsche, arbeite an ihnen und lasse dich nicht so schnell entmutigen. Lebe ihnen das Positive vor. Zeige ihnen den Weg, den sie später einschlagen sollen. Lasse sie sehen, dass man Alles erreichen kann, wenn man nur daran glaubt. Dann hast du ein Wunder vollbracht.

Dann wendet er sich dem wohlhabenden Mann zu: „Warum kann deiner Frau nur noch ein Wunder helfen?“, fragt er ihn ernst. „Was hat sie getan und was hast du vor? Willst du ihr etwas antun? Warum?

Der Mann wird wütend: „Ich habe ihr Alles gegeben. Es fehlt ihr an gar nichts, und trotzdem betrügt sie mich. Das habe ich nicht verdient“.

Der Engel nimmt die Hand des Mannes. „Was fühlst du?“ fragt er ihn.

Der Mann versucht, die Hand des Engels abzuschütteln, aber es will ihm nicht gelingen.

„Was fühlst du?“, fragt der Engel ihn noch einmal.

„Deine Hand“, antwortet der Mann zornig, „was soll ich sonst wohl fühlen?“

Der Engel drückt nun fester zu. „Was noch?“, fragt er ihn wieder, „denn es ist nicht nur eine Hand“.

Der Mann lässt seine Schultern fallen und stöhnt gequält auf. „Wärme spüre ich und Kraft“, antwortet er leise. „Ruhe und Geborgenheit“.

Der Engel lächelt. „Und?“, will er wissen, „wie fühlt sich das an?“

Der Mann lächelt nun auch. „So gut“, antwortet er dem Engel. „So gut“. „Ich verstehe, was du mir sagen willst“, fährt er fort. „Meine Gedanken haben sich nur um Geld und Wohlstand gedreht. Es Hat mich innerlich tot für das Leben gemacht. Ich habe vergessen, zuzuhören und zu sehen. Habe genommen, aber nicht gegeben. Es ist nicht ihre Schuld, sondern meine“.

Der Engel nickt zustimmend. „Das wahre Glück, mein Lieber, findest du nur bei einem Menschen, der dich liebt“, muntert er ihn auf. „Es ist nie zu spät, das zu erkennen. Verzeih ihr, dass sie die Liebe gesucht hat, die du ihr versagt hast“.

Der Mann nickt. „Habe ich denn eine Chance, dass sie mir verzeiht?“, fragt er den Engel zerknirscht.

Der Engel schlägt mit seinen Flügeln. „Zeige ihr, wie wunderbar du sein kannst“, antwortet er ihm. „Erschaffe dein eigenes Wunder. Verzeihe dir selber und glaube an die, die dich brauchen und lieben.

Der wohlhabende Mann hat verstanden und bedankt sich bei dem Engel.

Dieser wendet sich nun dem Vezweifelten zu: „Du hast viele Schulden und Probleme und überlegst, aus dem leben zu scheiden“, beginnt er. „Angst hast du, dass deine Familie dem Druck nicht gewachsen ist. Und weil du sie nicht verlieren willst, verlässt du sie lieber“?

Der Verzweifelte schüttelt den Kof. „Ich habe Angst, dass sie in mir den Verlierer sehen. Dass sie mich auslachen und mich verachten“, antwortet er dem Engel. „Wenn ich nicht mehr bin, werden sie nicht so von mir denken. Sie werden trauern und mich irgendwann vergessen“.

Der Engel wird wütend. „Was werden sie vergessen?“, fragt er ihn zornig. „Dass du sie schmählich im Stich gelassen hast? Bist du sicher, dass sie um dich trauern werden?“

Der Verzweifelte kann nicht fassen, wie der Engel mit ihm spricht. Was meinte er bloss? Verständnislos sieht er den Engel an. „Ich meine es doch nur gut“, sagt er daher kleinlaut.

Der Engel fasst ihn an die Schultern und rüttelt ihn heftig. „Wenn Jeder, der in Schwierigkeiten steckt, diesen Weg wählen würde“, sagt er eindringlich, „hätte der Himmel viel zu tun. Du wählst diesen Weg, weil du es bist, der nicht nochmal von vorne anfangen will. Es ist dir zu mühselig“.

Der verzweifelte Mann gibt dem Engel einen Stoss. „Das glaubst nur du“, schreit er ihn an. Ich habe meine Arbeit verloren. Was wird mit unserm Haus? Mit den Kindern? Ihre Freunde werden sie ausschliessen. Und nur, weil wir Alles verlieren werden“.

Nun gibt der Engel ihm einen gewaltigen Schubs: „Hast du das deinen Kindern beigebracht?“, schreit er aufgebracht. „Dass sie nur die schätzen sollen, die sich Alles leisten können? Stumpfe, lächerliche und nichtssagende Werte. Dann bist du ihr Totengräber, denn irgendwann werden sie dir folgen“.

Der Mann sinkt auf die Knie und weint erbärmlich. „Aber so ist das Leben“, antwortet er schluchzend.

Der Engel hat nun doch Mitleid mit ihm und hilft dem Verzweifelten auf.

„So kann das Leben nicht sein“, antworte er ihm milde. „Nicht wir, sondern ihr habt es zu einem Kampf gemacht. So sind euch die wirklichen Werte, die das Leben ausmachen, abhanden gekommen. Immer mehr von euch bitten um Wunder. Und warum? Weil ihr euch Alle nach etwas Anderm sehnt. Ihr wollt diese Hektik nicht mehr. Diesen Stress, der euch hin und her hetzen lässt. Eure Augen öffnen sich langsam wieder. Aber in Gedanken fühlt ihr euch allein gelassen. Dabei könnt ihr zusammen viele Wunder erschaffen“. Der Engel gähnt. „Feiglinge seid ihr“.

Der Verzweifelte reicht dem Engel die Hand. „Dann mache ich den Anfang“, sagt er dankbar. „Ich will kein Feigling sein und auch nicht der Totengräber meiner Kinder. Du hast Recht, die eigentlichen Werte sehen anders aus. Wir werden bei Null anfangen müssen. Aber das macht nun Nichts mehr. Ich freue mich, wenn wirkliche Freunde nun mein Leben bereichern“.

Der Engel legt seinen Arm um ihn: „Und schon ist das Wunder geschehen“, lacht er.

Der Engel breitet noch einmal seine Flügel aus: „Trotzdem ist es traurig, dass Glück und Unglück von einem Stück Papier und ein paar Münzen abhängig ist“, sagt er nachdenklich. „Glaubt es oder glaubt es nicht, es geht auch anders“.

„Aber da ihr um Wunder gebeten habt, will ich euch eins geben. Ein ganz Kleines, mit grosser Wirkung“.

Der Engel schüttelt sein Federkleid, und eine kleine, flauschige, weisse Feder schwebt sacht zu Boden.

„Wenn ihr mal wieder ins Straucheln kommt und anfangt zu zweifeln“, sagt er zu ihnen, „dann achtet auf eine kleine, weisse Feder. Sie kann überall sein. Auf der Strasse könnte sie liegen. An eurer Kleidung haften oder auf der Fensterbank. Ganz egal, wo ihr sie findet, sie wird euch an das erinnern, was ihr wirklich wollt. Nur, ihr dürft das Hinsehen nicht vergessen“.

Neben ihnen leuchtet plötzlich ein helles Licht. Es umgibt eine alte Frau, die langsam auf sie zukommt. Der Engel nimmt ihre Hand und zieht sie an seine Lippen.

„Da bist du ja“, begrüsst er sie. „ich habe schon auf dich gewartet. Es ist lange her, nicht wahr?“

Die alte Frau nickt freundlich: „Ja“,antwortet sie. Es ist lange her. Aber ich habe deinen Rat befolgt. Mein Leben war erfüllt von Liebe. Von den kleinen Hürden reden wir erst gar nicht. Es hat sich gelohnt, zu leben, zu glauben und zu kämpfen. Nun komme ich zu dir zurück und sage nochmal Danke. Die weisse Feder hat mein Leben verändert. Ich habe es genossen“.

Der Engel nimmt die alte Frau auf seine Arme. Dann breitet er seine Flügel aus. Doch bevor er mit ihr davonfliegt, derht er sich noch einmal um: „Wir sehen uns“, ruft er ihnen zu und erhebt sich in die Lüfte.

Die Moral dieser Geschichte, wünsche dir nie den Tod, denn der kommt sowieso, sondern kämpfe für das Leben…Es gibt immer eine Lösung, egal wie sie aussehen mag und wie sie sich erschliesst…aber es gibt sie…trage dazu bei selbst ein Teil des Wunders zu sein.

Möge dich jede weisse Feder immer daran erinnern, das du nicht allein bist und dir Zuversicht und Lösungen bringen wird….das dir jeder Tag etwas neues bringen kann und sich auf einen Schlag das Blatt zum guten wenden kann, denn man darf die Hoffnung, selbst an der Grenze der Verzweiflung nicht sinken lassen, mag sie uns auch noch so oft verhöhnt, geäfft und sich schnöde von uns gewendet haben….alles wird gut… Gruß Sanja Welsch

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